Imkerei

Zu alt? Zu jung? Zu klein? Zu groß? Stadtmensch? Landmensch? Das alles spielt bei der Imkerei keine Rolle. Fakt ist: jeder kann imkern. Nun gut, FAST jeder. Es wäre schon hilfreich, wenn man eine positive Einstellung gegenüber Bienen und keine Angst vor Stichen hat (man sollte nicht leugnen, dass es - insbesondere am Anfang - auch weh tun kann).

Alles Weitere - wie beispielsweise die Ruhe oder den genauen Blick für die Geschehnisse in der Natur - bringen uns die Bienen schon bei.

 

 

Ich habe mit keinerlei Vorkenntnissen begonnen. Ich weiß nach wie vor nicht, was mich beim nächsten Blick in den Bienenstock erwartet. Ich habe nach wie vor größten Respekt vor Bienen (und vor Bienenstichen). Aber es macht mir ungemein Spaß. Ich darf dank der Imkerei schöne Gespräche mit interessierten Mitmenschen führen. Und meine beiden Töchter (2 und 3 Jahre alt) sind meine kleinen Mini-Imkerinnen, die statt Angst vor Bienen eine große Faszination für die Natur und Insekten gelernt haben.

 

Ich darf dank der Imkerei nicht nur ständig Neues über die Natur, über Bienen und auch über mich selbst lernen, sondern darf am Ende auch noch leckeren Honig naschen. Für mich (und gezwungenermaßen auch meine Familie) ein ideales Hobby!

Besonders große Freunde bereitet es mir, wenn meine Töchter Freunde zu Besuch haben, die sich anfangs noch ganz ängstlich den Bienenkästen nähern und sich noch nicht einmal trauen, einen toten Drohn anzufassen (Anmerkung: Drohnen können nicht stechen!) und sich am Ende des Tages am geschäftigen Treiben im Bienenvolk gar nicht satt sehen können und sogar lebendige Drohnen über ihre Hände krabbeln lassen.

 

Arbeiterbienen lasse ich nur über meine eigenen Hände und Arme krabbeln, um den Kindern den (sichtbaren) Unterschied zwischen Arbeiterin und Drohn zu zeigen. Arbeiterbienen haben einen Stachel, den sie zwar nur benutzen, wenn sie sich bedroht fühlen, aber wir wollen unser Glück - insbesondere andere Kinder betreffend - ja nicht unnötig herausfordern ;-)